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Lubrich (jun.), Fritz

Die dem Pariser Organisten Charles Marie Widor gewidmete
Komposition "Toteninsel" von Fritz Lubrich (jun.) (1888 - 1971) bezieht sich auf das gleichnamige Bild von Arnold Böcklin. Die Musik malt das bewegungslose Wasser, das kleine Boot mit Fährmann, in dem eine weiß verhüllte Gestalt steht. Das Boot nähert sich einem düsteren Eiland. Links und rechts der Insel ragen erhellte Felsen empor, dazwischen befindet sich eine von Zypressen bewachsene düstere Senke. Die Musik nimmt an Lautstarke immer wieder zu und mündet in ein Choralzitat. Aus dem Lied "Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen" (EG 518) erklang bereits im vierten Takt die Anrufung "Heiliger Herre Gott", die in der Mitte des Werkes ausführlicher zitiert wird. Etwa 10 Komponisten haben übrigens versucht, das Bild Böcklins von 1880 in Töne zu fassen, u.a. Sergej Rachmaninoff und Max Reger. Lubrich wurde in Schlesien geboren, war Schüler von Max Reger und Karl Straube und wirkte in Bielitz, Katowice sowie ab 1945 als Organist und Musikpädagoge in Hamburg. Sein Stimmungsbild "In  der Abendstille" greift auf das bekannte Lied "Der Mond ist aufgegangen" zurück.

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